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Tage der Mathematik – Schwerpunkttag Pandemie

11. Mai um 14:00 - 18:00

Die Wichtigkeit von Forschung zu infektiösen Erkrankungen wurde uns allen in den letzten zwei Jahren mehr denn je bewusst gemacht. Diese Forschung, vom Verstehen und Modellieren der Ausbreitung einer Pandemie bis hin zur Zulassung eine Impfstoffes, ist jedoch nicht ohne moderne mathematische Methoden möglich. Das Departement Mathematik widmet daher einen der beiden Tage der Mathematik dem Schwerpunktthema Pandemie. In mehreren Vorträgen von Wissenschaftler*innen werden unterschiedliche Aspekte mathematischer Forschung in Pandemien anschaulich und für die Allgemeinheit verständlich erläutert. Die Vorträge richten sich an alle Interessierten ohne besondere Vorkenntnisse.

Die Vorträge werden für alle, die nicht vorbeikommen können, über Youtube gestreamt: https://youtu.be/duELKf8x-UI

 

14:15 Uhr

Begrüßung durch den Sprecher des Departements Mathematik

14:30 Uhr

Prof. Dr. Kristan Schneider (Hochschule Mittweida): Lässt sich die Pandemie berechnen? 

Seit dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie erleben mathematische Vorhersagemodelle eine Renaissance. Mathematiker sind keine Mediziner oder Virologen, dennoch waren Statistik und Prognosemodelle seit jeher Eckpfeiler der Epidemiologie. Wie funktionieren epidemiologische Modelle? Wozu sind sie nützlich? Wieso lagen so viele Modelle falsch aber einige doch richtig? Weshalb konnte man die Pandemie nicht vorhersagen, bevor sie ausbrach? Weshalb konnte das Virus nicht durch die Impfung ausgerottet werden? Wann ist die Pandemie zu Ende? Müssen wir wirklich lernen mit dem Virus zu leben? Und, was können Mathematiker das Virologen nicht können? In diesem Vortrag werden dies Fragen geklärt und die Grundzüge COVID-19 Prognosemodellierung beleuchtet. Es wird erläutert wie sich „gute“ von „schlechten“ Modellen unterscheiden und enthüllt was ein Mathematiker können muss, um ein guter Epidemiologe zu sein.

16:00 Uhr

Dr. Katharina Hees (Paul-Ehrlich-Institut): Als Mathematikerin am Paul-Ehrlich-Institut – Der komplexe Weg bis zur Zulassung eines Impfstoffes

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ist ein Bundesinstitut, welches für die Erforschung und für die Zulassung von Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimitteln in Deutschland verantwortlich ist. Die schnelle Entwicklung von wirksamen und zugleich sicheren Impfstoffen stellt gerade in Zeiten der Pandemie eine große Herausforderung dar. Im Vortrag werden insbesondere die statistischen und mathematischen Aspekte beleuchtet, welche auf dem komplexen Weg von der klinischen Entwicklung bis zur Zulassung eines Impfstoffes beachtet werden müssen.

17:00 Uhr

Prof. Dr. Gregor Nickel (Universität Siegen): Zahlen in der Pandemie

Eine bemerkenswerte Begleiterscheinung der derzeitigen Pandemie ist der extrem hohe Stellenwert von Zahlen-Angaben; die Inzidenzwerte sind hier nur ein besonders prominentes Beispiel. Der Vortrag wird versuchen, das soziale Phänomen einer solchen Orientierung an Zahlen genauer zu charakterisieren

Details

Datum:
11. Mai
Zeit:
14:00 - 18:00

Veranstaltungsort

Hörsaalzentrum Campus Unteres Schloss, Friedrich-Schadeberg-Hörsaal