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Female Voice of Iran

12. Mai um 14:00 - 16:00

Film und Gespräch mit Yalda Yazdani

Nach der Revolution von 1979 hat sich die Stellung der Frau in der iranischen Gesellschaft drastisch verändert. Dies hat sich auch auf die Rolle der Frauen als Musikerinnen im Iran ausgeweitet. Nach Ansicht der islamischen Regierung ist es für Frauen illegal und unangemessen, in öffentlichen Räumen solo zu singen. Die Möglichkeiten für Frauen, Musik aufzunehmen und aufzuführen, unterscheiden sich von denen der Männer, und viele Frauen, insbesondere Sängerinnen, finden nur im Untergrund ein kreatives Ventil. Daher wird der Schwerpunkt meines Vortrags auf den Aktivitäten und Strategien von Sängerinnen zur Überwindung der Zensur in der iranischen Gesellschaft liegen (als kurze Einführung), und im Anschluss daran werde ich auf den Dokumentarfilm „Female Voice of Iran“ und die Sängerinnen eingehen, die in diesem Film mitgewirkt haben.

Yalda Yazdani ist Ethnomusikologin und Kuratorin. Sie wurde im Iran geboren. Zurzeit arbeitet sie als Forschungsstipendiatin und schließt ihr Promotionsstudium an der Universität Siegen in Deutschland ab. Im Jahr 2020 wurde sie für ein Vollstipendium der House of Young Talents Academy ausgewählt, um an ihrem Promotionsprojekt zu arbeiten, das sich mit der Musik von Frauen im postrevolutionären Iran beschäftigt. Im Jahr 2021 war sie Gewinnerin des DAAD-Preises (Deutscher Akademischer Austauschdienst), der weltweit größten Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Seit 2009 führt sie verschiedene Feldforschungen über Frauengesang und -musik in verschiedenen Regionen des Iran durch. Seit 2015 organisiert sie verschiedene interkulturelle Projekte, Dokumentarfilme, Musikworkshops und Konzerte im Iran und in Europa mit dem Ziel, Brücken der Zusammenarbeit zwischen europäischen und nahöstlichen Musikern und Künstlern zu schlagen. In den Jahren 2017 und 2018 gründete und kuratierte sie die Festivals „Female Voice of Iran“ und 2021 das Festival „Female Voice of Afghanistan“ in Zusammenarbeit mit der Zeitgenössischen Oper Berlin. Aktuell arbeitet sie an verschiedenen Dokumentarfilmproduktionen mit, die sich vor allem mit Musik und ihrem Potenzial, kulturelle Grenzen zu überwinden, beschäftigen. Ihr primäres Ziel ist es, Wege zu finden, um die Situation von Musikerinnen aus dem Nahen Osten sowohl in ihren Heimatländern als auch international zu verbessern. Zuletzt arbeitete sie an den Dokumentarfilmprojekten „Saz, The Key of Trust“ (Arte, 2018), „The Female Voice of Iran“, (Zeitgenössische Oper Berlin, 2020) und „Female Voice of Afghanistan“, (Zeitgenössische Oper Berlin, 2021).

 

After the Revolution of 1979, the position of women in Iranian society drastically changed. This has also extended into the role of females as musicians in Iran. According to the Islamic government, it is illegal and improper for women to sing solo in public spaces. The opportunities for women to record and perform music differ from those of men, and many women, especially singers, find a creative outlet only in underground situations. Therefore the main focus of my presentation will be based on the activities and strategies of female singers for overcoming the censorships in Iranian society (as a short introduction) and in continuation of that I will explain about the documentary „Female Voice of Iran“ and the female singers who have been part of this film.

Yalda Yazdani is an ethnomusicologist and curator. She was born in Iran. Currently she is working as a research fellow and also completing her PhD studies at University of Siegen in Germany. In 2020 She was selected to receive a full scholarship from House of Young Talents Academy to work on her PhD project by focusing on Women’s music in post-revolutionary Iran. In 2021 she was the winner of the DAAD award (German Academic Exchange Service) which is the world’s largest funding organisation for the international exchange of students and researchers. Since 2009 she has been undertaking various fieldwork research about female vocal songs and music in different regions of Iran. From 2015 she has been organising various intercultural projects, documentaries, music workshops and concerts across Iran and Europe with the aim of creating collaboration bridges between European and Middle-Eastern musicians and artists. In 2017 and 2018 she founded and curated the festivals „Female Voice of Iran“ and in 2021 the festival „Female Voice of Afghanistan“ in collaboration with Contemporary Opera Berlin. In the current times she has been collaborating with different documentary productions focusing mainly on music and the potential it offers to cross cultural borders. Her primary goal is to find ways to improve the situation of Middle-Eastern women musicians both in their home countries as well as internationally. The last cooperations have been with the documentary projects „Saz, The Key of Trust “(Arte, 2018), „The Female Voice of Iran“,(Zeitgenössische Oper Berlin, 2020) and ”Female Voice of Afghanistan“,( Zeitgenössische Oper Berlin, 2021).

 

Details

Datum:
12. Mai
Zeit:
14:00 - 16:00

Veranstaltungsort

Soundlab Campus Adolf-Reichwein-Straße Gebäude A Raum 1093

Veranstalter

Department Musik